Mit Trekkingpartnerin Fabienne rund um das Annapurna-Massiv, ueber den Thorong La-Pass (5416m) und anschliessend zum Annapurna Base Camp (4100m)
Staub, Gehupe und Menschenmassen der Grossstadt sind bald vergessen, wenn der Bus nach wenigen Kilometern den Talkessel von Kathmandu ueberwunden hat und uns den Blick erstmals auf die Himalayakette ermoeglicht. Die maechtigen weissen Berggipfel weit weg am Horizont zaubern uns ein breites, schelmisches Grinsen aufs Gesicht - ein Gluecksgefuehl stellt sich ein, welches uns die naechsten Tage und Wochen nicht so rasch wieder verlassen soll...
Diese Busfahrt zum Ausgangspunkt fuer den dreiwoechigen Trek ist natuerlich viel laenger und anstrengender als am Vorabend noch vom Ticketverkaeufer versprochen. Wir ueberdauern geduldig diese 11 Stunden Fahrt, eingepfercht in engsten Sitzreihen, umgeben von vielen Nepalis, welche in diesen Tagen fuer Festlichkeiten lange Reisen zu ihren Verwandten unternehmen. Etliche Stopps, ein staendiges Ein- und Aussteigen, der Bus bis auf den letzten Quadratzentimeter bevoelkert und beladen, eine mehrstuendige Strassenblokade...., und irgendwann erreichen wir dann doch kurz vor dem Eindunkeln noch unseren Startpunkt Besisahar.
Die ersten Wanderkilometer am kommenden Morgen lassen bereits erahnen, auf welch vielfaeltige Weise uns die Natur in den bevorstehenden Wochen verzaubern wird: Sattes Gruen in all seinen Variationen wohin das Auge nur reicht, Berge, Baeche, alles im Ueberfluss - endlich Natur pur! Aber auch der Rucksack schafft mit seinen 18kg fuer ordentlich viel Aufmerksamkeit. Hmmmm.... haette da nicht doch das eine oder andere Utensil in Kathmandu bleiben duerfen...?! Da muessen wir nun einfach durch! Die ersten vier Tage wandern wir entlang dem Marsyangdi-Fluss. Mit jedem Schritt gewinnen wir gut an Hoehenmetern und gewoehnen uns rasch an die langen Wandertage mit grossem Rucksack. Das Tal wird enger, der Fluss tobt nun ohrenbetaeubend nah. Die Lodges sind zu unserem grossen Erstaunen sehr komfortabel, bieten immer einfach(st)e Zweierzimmer und ueberbieten sich gerne selber in Sachen Essen: Schon mal eine Fruehlingsrolle, eine Pizza, Tomato Maccaroni oder sogar ein Croissant im Himalaya erwartet? Aber man bedenke - jeder einzelne Happen wird in muehsamster, tagelanger Arbeit von Traegern oder Maultieren fuer des Touristen Wohlbefinden hochtransportiert!
Auf rund 3000m gelangen wir in die Hochebene von Manang. Das Tal wird breiter, Tannenwaelder sauemen bis auf 4000m (!) die Haenge, die Vegetation bleibt weiterhin ueppig. Die alles erinnert stark ans Engadin - bloss eben in leicht hoeherer Lage....
Diese Busfahrt zum Ausgangspunkt fuer den dreiwoechigen Trek ist natuerlich viel laenger und anstrengender als am Vorabend noch vom Ticketverkaeufer versprochen. Wir ueberdauern geduldig diese 11 Stunden Fahrt, eingepfercht in engsten Sitzreihen, umgeben von vielen Nepalis, welche in diesen Tagen fuer Festlichkeiten lange Reisen zu ihren Verwandten unternehmen. Etliche Stopps, ein staendiges Ein- und Aussteigen, der Bus bis auf den letzten Quadratzentimeter bevoelkert und beladen, eine mehrstuendige Strassenblokade...., und irgendwann erreichen wir dann doch kurz vor dem Eindunkeln noch unseren Startpunkt Besisahar.
Die ersten Wanderkilometer am kommenden Morgen lassen bereits erahnen, auf welch vielfaeltige Weise uns die Natur in den bevorstehenden Wochen verzaubern wird: Sattes Gruen in all seinen Variationen wohin das Auge nur reicht, Berge, Baeche, alles im Ueberfluss - endlich Natur pur! Aber auch der Rucksack schafft mit seinen 18kg fuer ordentlich viel Aufmerksamkeit. Hmmmm.... haette da nicht doch das eine oder andere Utensil in Kathmandu bleiben duerfen...?! Da muessen wir nun einfach durch! Die ersten vier Tage wandern wir entlang dem Marsyangdi-Fluss. Mit jedem Schritt gewinnen wir gut an Hoehenmetern und gewoehnen uns rasch an die langen Wandertage mit grossem Rucksack. Das Tal wird enger, der Fluss tobt nun ohrenbetaeubend nah. Die Lodges sind zu unserem grossen Erstaunen sehr komfortabel, bieten immer einfach(st)e Zweierzimmer und ueberbieten sich gerne selber in Sachen Essen: Schon mal eine Fruehlingsrolle, eine Pizza, Tomato Maccaroni oder sogar ein Croissant im Himalaya erwartet? Aber man bedenke - jeder einzelne Happen wird in muehsamster, tagelanger Arbeit von Traegern oder Maultieren fuer des Touristen Wohlbefinden hochtransportiert!
Auf rund 3000m gelangen wir in die Hochebene von Manang. Das Tal wird breiter, Tannenwaelder sauemen bis auf 4000m (!) die Haenge, die Vegetation bleibt weiterhin ueppig. Die alles erinnert stark ans Engadin - bloss eben in leicht hoeherer Lage....

Das Wetter bleibt wie versprochen stabil und verwoehnt uns tagtaeglich mit blauem Himmel, sommerlichen Temperaturen und einem praechtigem Ausblick auf die grossen Berge: Zuerst Annapurna II, bald zeigt sich auch Annapurna III und somit auch Gangapurna. Zwecks Akklimatisation schalten wir einen Gang zurueck, rasten in Manang fuer einen Tag und besuchen "Lama Tashi" der uns fuer die Passueberschreitung segnet (naturlich nur gegen Entgelt...). Ab diesem Ort erfaehrt der Trek eine unerwartete Wendung: Geruechte ueber Platzmangel in den wenigen Lodges vor dem Pass kursieren, Traeger eilen bereits vor Sonnenaufgang voraus und die wenigen noch individuell Wandernden eilen verzweifelt nach. Es sollen noch weitere 3 Tage bis zum Pass folgen - ein Bett, wenn auch nur a...kalt, finden wir schlussendlich immer. Aus Ruecksicht auf die Hoehenkrankheit beschraenken sich die Aufstiege nun auf 500Hm pro Tag - eine Vorsichtsmassnahme, welche uns schlussendlich zugute kommt und uns genussvolles Wandern ueber 4000m ohne jegliche Probleme ermoeglicht. Am 8. Oktober, dem 10. Wandertag, steigen wir im Licht unserer Stirnlampen und bei ca. -15 Grad von unserem "Base Camp" die letzten 1000Hm hoch. Das Atmen wird spuerbar flacher, die Kaelte kurz vor Sonnenaufgang gnadenlos, der angefrorene Schnee (jeeehaaaa!) unter den leicht gummigen Beinen rutschig wie Seife. Kurz nach 8 Uhr erreichen wir bereits den Pass und ich bin uebergluecklich: Bis zu diesem ersten Hoehepunkt war der Trek der reinste Hochgenuss, keine Spur von Plagerei, Schmerz oder mentaler Erschoepfung! Unsere Seilschaft, welche ab diesem Tag um die liebe Simone und den lieben Stefan (Gourmet-Gloebetrotters aus Biel) erweitert wurde, frohlockt und begiesst den Erfolg mit Schwegi's erstklassigem Grappa....

Wir steigen ab und treten ein in eine komplett andere Welt: Schon auf 4000m ist es heiss, uns umgibt nun aber eine trockene Landschaft, die sich gerne mit Marokko vergleichen laesst. In Kagbeni erspaehen wir einen Blick ins sagenumwobene Tal von Upper Mustang. Nur wenige Fremdlinge duerfen diese, bis vor wenigen Jahren lebenswichtige, Handelsverbindung zu Tibet jedes Jahr besuchen. In dieser Region sollen die Menschen noch wie im Mittelalter leben, die Kulturen stark gepraegt von den tibetischen Einfluessen sein. Alle vier sind sich einig: Wenn nochmals Nepal, dann auf jeden Fall nach Mustang!
Wir wandern weiter, schlucken im Mittagswind viel Staub, und langsam macht sich bei jedem die Ermuedung breit. Es dauert nur noch einen weiteren Tag bis wir der Versuchung nicht mehr widerstehen koennen und auf einen kleinen Local Bus aufspringen, um die letzten Kilometer des Tages zu ueberwinden. Hin und her schaukelt der Bus in den tiefen Furchen der vom Monsun aufgeweichten und teilweise zerstoerten Jeep-Piste. Der Weg fuehrt immer wieder gefaehrlichen Schluchten entlang, nicht eine Radbreite bleibt zwischen Bus und 40m Abgrund... Eines ist uns nach diesem Ausritt sicher: Wandern ist fuer den Herz-Kreislauf die schonendere Variante! Damit liegt der Entscheid auch nahe, das grosse Wanderlebnis noch um einen weiteren Hoehepunkt anzureichern und einen sechstaegigen Abstecher ins Annapurna Base Camp (A.B.C.) in Angriff zu nehmen. Die folgenden Tage fuehren uns wieder durch die bereits vertraute ueppig gruene Vegetation, wunderbar kleine und beinahe unberuehrte Bergdoerfer, in einem stetigen auf und ab mit tausenden von Steintreppen. Der Anblick dieser uebergrossen Bergmassive, die uns nun schon seit Wochen begleiten, ist mir mittlerweile zwar etwas vertrauter. Aber daran gewoehnt habe ich mich zum Glueck immer noch nicht! Oft schweift mein Blick beim Wandern an den Horizont oder weckt mich nachts und schenkt mir den Anblick eines 7000ers im Mondscheinlicht... Nach 20 Tagen Trekking erreichen wir das A.B.C. - nun befinden wir uns mitten im Herzen des Annapurna-Bergmassivs. Ringsum umgeben uns nun nur 6, 7 oder 8000er-Gipfel!!
Wir wandern weiter, schlucken im Mittagswind viel Staub, und langsam macht sich bei jedem die Ermuedung breit. Es dauert nur noch einen weiteren Tag bis wir der Versuchung nicht mehr widerstehen koennen und auf einen kleinen Local Bus aufspringen, um die letzten Kilometer des Tages zu ueberwinden. Hin und her schaukelt der Bus in den tiefen Furchen der vom Monsun aufgeweichten und teilweise zerstoerten Jeep-Piste. Der Weg fuehrt immer wieder gefaehrlichen Schluchten entlang, nicht eine Radbreite bleibt zwischen Bus und 40m Abgrund... Eines ist uns nach diesem Ausritt sicher: Wandern ist fuer den Herz-Kreislauf die schonendere Variante! Damit liegt der Entscheid auch nahe, das grosse Wanderlebnis noch um einen weiteren Hoehepunkt anzureichern und einen sechstaegigen Abstecher ins Annapurna Base Camp (A.B.C.) in Angriff zu nehmen. Die folgenden Tage fuehren uns wieder durch die bereits vertraute ueppig gruene Vegetation, wunderbar kleine und beinahe unberuehrte Bergdoerfer, in einem stetigen auf und ab mit tausenden von Steintreppen. Der Anblick dieser uebergrossen Bergmassive, die uns nun schon seit Wochen begleiten, ist mir mittlerweile zwar etwas vertrauter. Aber daran gewoehnt habe ich mich zum Glueck immer noch nicht! Oft schweift mein Blick beim Wandern an den Horizont oder weckt mich nachts und schenkt mir den Anblick eines 7000ers im Mondscheinlicht... Nach 20 Tagen Trekking erreichen wir das A.B.C. - nun befinden wir uns mitten im Herzen des Annapurna-Bergmassivs. Ringsum umgeben uns nun nur 6, 7 oder 8000er-Gipfel!!
Der dreitaegige Abstieg ins Unterland bietet ein letztes Mal Gelegenheit, die liebevollen Einwohner und die vielfaeltige Landschaft nochmals in vollen Zuegen zu geniessen und die vielen Steintreppen mit Leichtigkeit zu ueberwinden. Nach ueber 300 km Trekking ist nun wirklich fertig lustig. Und dies ohne einen einzigen Kratzer oder eine Blase an den Zehen. Kurzum der groesste, laengste und erlebnisreichste Genuss - und dies in bester Gesellschaft - merci Fabienne, Simone und Stefan fuer diese unvergesslichen Tage im Himalaya!
Die kleine Stadt Pokhara am See, mit vielem Gruen und natuerlich freiem Blick auf die vertrauten Berggipfel, bietet sich fernab von grosser Hektik vorzueglich an, wieder aufzutanken, die Waesche zu waschen, eine Massage zu geniessen, mit gutem Gewissen ein kuehles Bier zu trinken und sich bereits auf die naechsten Reise-Etappen zu freuen. In wenigen Tagen stoesst in Bangkok Katharina hinzu - unsere Sehnsucht hat endlich ein Ende - und alle noch bevorstehenden Erlebnisse duerfen endlich geteilt werden!
I just feel so so fine :-)![]() |
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