Phnom Penh
Unsere ersten Kilometer im Privattaxi und zusammen mit einen Moench durch Kambodia waren der reinste Segen: Atemberaubende Natur in seinem schoensten Licht. Spaetabends sind wir in der Hauptstadt angekommen, Staub, Laerm, Motos, Tucktucks ueberall - dazu auch noch riesige Menschenmassen wegen des Water Festivals. Unsere einsame Beach beim Treehouse Resort ist bereits in weite Ferne gerueckt.
Kambodia ist ein Land mit einer traurigen Geschichte. Unglaublich, dass in den Siebziger Jahren ein Drittel der ganzen Bevoelkerung wahrend der Khmer Rouge-Regime gestorben ist. Wir besuchen im Stadtzentrum das ehemalige Folter-Gefaengnis "S-21". Die Ereignisse von damals sind schockierend, kaum vorstellbar. Die alten Verhoersraume, Folterzellen und Hunderte von Fotoportraits der Gefangenen sprechen fuer sich. Die Narben des Regimes sind in der ganzen Stadt zu sehen. Praechtige Kolonialhausser verlottern, in den Tempelwaenden stecken noch Kugelgeschosse und vielerots wird vor Landminen gewarnt. Die Spuren dieser Zeit steht der aelteren Generationen noch ins Gesicht geschrieben, hier ist das Leben haert und die Armut offensichtlich. Dank der Oeffnung und dem aufkommenden Tourismus herrscht nun aber neuer Optimismus.
Viele machen in Phnom Penh nur einen kurzen Stop. Da wir uns zu Katharinas grosser Freude entschlossen haben nach Indien zu reisen, besorgten wir uns hier auch gleich die Visas und blieben einige Tage laenger. Der FCC, ein wunderschoenes Restaurant fuer die damaligen Auslandskorrespondenten, die Baguettes (vive la France!) und weitere kleine Oasen versuessten uns die Wartezeit bestens.
Siem Reap und die Tempel von Angkor
Katharinas erster grosser Kulturstop auf unserer Reise ist den Tempeln von Angkor gewidmet: 3 Tage Erkundungstouren in den weitlaeufigen Tempelanlagen in der Region von Siem Reap, meistens per Fahrrad und zeitweilig auch mit Fuehrer. Gar nicht so einfach, ueberhaupt einen lizenzierten Guide zu finden... Unser erster Fuehrer blieb schon in der ersten Eingangskontrolle stecken! Nebst dem imposanten, praechtig herausgeputzten Angkor Wat-Tempel lassen sich durchwegs auch kleine Bijous finden, die (noch) ueber steile Treppen erklommen werden duerfen. Weiter gehts zum Bayon-Tempel, um von uber 100 Steingesichtern angestarrt zu werden - ein spezielles Gefuehl... Nach einer ordentlichen Velo-Etappe erreichten wir am letzten Tag den Dschungel-Tempel (prominent dank dem Film "Tomb Raider" mit Angelina Jolie), ein wahres Erlebnis und Abenteuer. Viele Waende sind von riesiegen Baeumen ueberwachsen, ganze Teile eingestuerzt und mit Moos ueberwuchert. So muss es vielerorts ausgesehen haben, als die Franzosen die Tempel Anfangs 20. Jahrhundert entdeckten! Mit immensen Aufwendungen arbeiten heute noch vielerots internationale Archaeologen-Teams am Wiederaufbau. Drei Tage sind gut genug... Wir sind satt und zufrieden - genug getempelt und gestrampelt.
Mit dem Boot ueber den See
Per Boot ueber den Tonle Sap heisst Reisen in seiner langsamen Form... Viel frische Luft, wunderbare Aussichten, ein toller Tag! Endlich koennen wir uns von der malerischen Landschaft Kambodschas satt sehen. Die kleinen fliessenden Doerfer, die spielenden und zuwinkenden Kinder, all das Urspruengliche. Wegen 2 zerbrochenen Schiffsschrauben dauerte dieser Naturfilm gut und gerne 9 Stunden...
Battambang
Ziemlich muede von der langen Fahrt ist der erste Eindruck dieser Stadt enttaeuschend. Lonley Plantet hilft mal wieder aus Patsche und lotst uns zu einer kleinen Bar zu Bier und magischen Sonnenuntergang. Die Welt scheint sofort wieder rosarot.... Inspiriert vom feinen Abendessen entscheiden wir uns spontan zu einem Khmer-Kochkurs am naechsten Tag. 8 Hobbykoeche kreuzen am Morgen ueber den Markt, (sogar ich, Katharina, ertrage zum ersten Mal die strengen Gerueche und Bilder...) Alle unsere Zutaten werden sorgfaeltig ausgewaehlt und fuer uns vorbereitet: Kokos frisch geraspelt, Fisch frisch gekoepft und entschuppt, Rind- und Pouletfleisch (ungekuehlt, auf leeren Reissaecken angepriesen) zugeschnitten. Zurueck im Restaurant wird gemeinsam an einem grossen Tisch geschnetzelt, mit dem Moerser gestapft und an zahlreichen Gaskochherden geschwitzt. Unsere Menues:
1. Fisch Amok - die kambodschanische, eher schwere, Variante von Thai Curry (dafuer mit eigengemachter Kokosmilch und Currypaste)
2. Lok Lak mit Rind an Limetten-Pfeffersauce (die Sauce begleitet ab sofort jedes BBQ, jummy!)
3. Lemongrass Suppe mit Huhn oder Fisch (damit es richtig fein schmeckt wird das halbe Tier mitgekocht...)
Morgen gehts via Bangkok weiter zur naechsten grosse Etappe nach Indien. Vorfreude und Spannung ist gross - nicht nur des Essens wegen...
Unsere ersten Kilometer im Privattaxi und zusammen mit einen Moench durch Kambodia waren der reinste Segen: Atemberaubende Natur in seinem schoensten Licht. Spaetabends sind wir in der Hauptstadt angekommen, Staub, Laerm, Motos, Tucktucks ueberall - dazu auch noch riesige Menschenmassen wegen des Water Festivals. Unsere einsame Beach beim Treehouse Resort ist bereits in weite Ferne gerueckt.
Kambodia ist ein Land mit einer traurigen Geschichte. Unglaublich, dass in den Siebziger Jahren ein Drittel der ganzen Bevoelkerung wahrend der Khmer Rouge-Regime gestorben ist. Wir besuchen im Stadtzentrum das ehemalige Folter-Gefaengnis "S-21". Die Ereignisse von damals sind schockierend, kaum vorstellbar. Die alten Verhoersraume, Folterzellen und Hunderte von Fotoportraits der Gefangenen sprechen fuer sich. Die Narben des Regimes sind in der ganzen Stadt zu sehen. Praechtige Kolonialhausser verlottern, in den Tempelwaenden stecken noch Kugelgeschosse und vielerots wird vor Landminen gewarnt. Die Spuren dieser Zeit steht der aelteren Generationen noch ins Gesicht geschrieben, hier ist das Leben haert und die Armut offensichtlich. Dank der Oeffnung und dem aufkommenden Tourismus herrscht nun aber neuer Optimismus.
Viele machen in Phnom Penh nur einen kurzen Stop. Da wir uns zu Katharinas grosser Freude entschlossen haben nach Indien zu reisen, besorgten wir uns hier auch gleich die Visas und blieben einige Tage laenger. Der FCC, ein wunderschoenes Restaurant fuer die damaligen Auslandskorrespondenten, die Baguettes (vive la France!) und weitere kleine Oasen versuessten uns die Wartezeit bestens.
Siem Reap und die Tempel von Angkor
Katharinas erster grosser Kulturstop auf unserer Reise ist den Tempeln von Angkor gewidmet: 3 Tage Erkundungstouren in den weitlaeufigen Tempelanlagen in der Region von Siem Reap, meistens per Fahrrad und zeitweilig auch mit Fuehrer. Gar nicht so einfach, ueberhaupt einen lizenzierten Guide zu finden... Unser erster Fuehrer blieb schon in der ersten Eingangskontrolle stecken! Nebst dem imposanten, praechtig herausgeputzten Angkor Wat-Tempel lassen sich durchwegs auch kleine Bijous finden, die (noch) ueber steile Treppen erklommen werden duerfen. Weiter gehts zum Bayon-Tempel, um von uber 100 Steingesichtern angestarrt zu werden - ein spezielles Gefuehl... Nach einer ordentlichen Velo-Etappe erreichten wir am letzten Tag den Dschungel-Tempel (prominent dank dem Film "Tomb Raider" mit Angelina Jolie), ein wahres Erlebnis und Abenteuer. Viele Waende sind von riesiegen Baeumen ueberwachsen, ganze Teile eingestuerzt und mit Moos ueberwuchert. So muss es vielerorts ausgesehen haben, als die Franzosen die Tempel Anfangs 20. Jahrhundert entdeckten! Mit immensen Aufwendungen arbeiten heute noch vielerots internationale Archaeologen-Teams am Wiederaufbau. Drei Tage sind gut genug... Wir sind satt und zufrieden - genug getempelt und gestrampelt.
Mit dem Boot ueber den See
Per Boot ueber den Tonle Sap heisst Reisen in seiner langsamen Form... Viel frische Luft, wunderbare Aussichten, ein toller Tag! Endlich koennen wir uns von der malerischen Landschaft Kambodschas satt sehen. Die kleinen fliessenden Doerfer, die spielenden und zuwinkenden Kinder, all das Urspruengliche. Wegen 2 zerbrochenen Schiffsschrauben dauerte dieser Naturfilm gut und gerne 9 Stunden...
Battambang
Ziemlich muede von der langen Fahrt ist der erste Eindruck dieser Stadt enttaeuschend. Lonley Plantet hilft mal wieder aus Patsche und lotst uns zu einer kleinen Bar zu Bier und magischen Sonnenuntergang. Die Welt scheint sofort wieder rosarot.... Inspiriert vom feinen Abendessen entscheiden wir uns spontan zu einem Khmer-Kochkurs am naechsten Tag. 8 Hobbykoeche kreuzen am Morgen ueber den Markt, (sogar ich, Katharina, ertrage zum ersten Mal die strengen Gerueche und Bilder...) Alle unsere Zutaten werden sorgfaeltig ausgewaehlt und fuer uns vorbereitet: Kokos frisch geraspelt, Fisch frisch gekoepft und entschuppt, Rind- und Pouletfleisch (ungekuehlt, auf leeren Reissaecken angepriesen) zugeschnitten. Zurueck im Restaurant wird gemeinsam an einem grossen Tisch geschnetzelt, mit dem Moerser gestapft und an zahlreichen Gaskochherden geschwitzt. Unsere Menues:
1. Fisch Amok - die kambodschanische, eher schwere, Variante von Thai Curry (dafuer mit eigengemachter Kokosmilch und Currypaste)
2. Lok Lak mit Rind an Limetten-Pfeffersauce (die Sauce begleitet ab sofort jedes BBQ, jummy!)
3. Lemongrass Suppe mit Huhn oder Fisch (damit es richtig fein schmeckt wird das halbe Tier mitgekocht...)
Morgen gehts via Bangkok weiter zur naechsten grosse Etappe nach Indien. Vorfreude und Spannung ist gross - nicht nur des Essens wegen...
Liebe Gruesse an Euch alle!
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