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| Gestrandet in BKK... |
Dec 7, 2008
Dec 6, 2008
Our posh evening in new shiny shoes

After having spent the last couple of weeks in flip flops, changing between 2 t-shirts and 2 pants - we decided to have a chick big night out in BKK. The whole afternoon was spent on the Chatuchak weekend market looking for the right evening outfit - we wanted to look stunning. The expectations were on the top as we were standing in the elevator going up to the open air Bar on the 64 floor... But wonderful is short - we only had time to breath in a couple of the air conditioned air as a nice smiling lady came toward us telling us discretely that men were not allowed in with open shoes. Thomas flip flops were doomed. Shit. Sitting quite disappointed 3 minutes later on the side way outside the building a man came up to us - first after trying to get rid of him we understood that he wanted to tell us that we can buy shoes in the next door mini market. This was our LAST hope! After trying out every shoe they had we came to the conclusion that the beige plastic ones in size 41 (Thomas usually prefers wearing shoes in size 43)were the ones! The salesman felt so sorry for the poor European guy having to squeeze in his feet in the small shoes that he gave us a discount without us even asking for it - 80 instead of 120 Baht - what a bargain). So with carefully steps we once again reached the top of the State Tower. The same lady, with the same charming smile came toward us welcoming us to the Dome and gave us a nice paper bag for the flip flops... We were in!
here's the link - since you now know how to get in ;-)
www.thedomebkk.com
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www.thedomebkk.com
Dec 4, 2008
Hello Sir, where you go...?!
Reisen kann manchmal ganz schoen gemein sein...!
Indien haben wir vergangene Woche gar nie erreicht, den Streiks am Flughafen von Bangkok wegen. Die Bilder gingen um die Welt und Ihr habt sicher auch davon gehoert. Wir hatten Glueck im Unglueck und genossen dafuer 2 kostenlose Naechte im Viersternehotel (unterschaetze bloss nicht die Wohltat einer grossen Badewanne und das grosse Buffet, 3x taeglich!). Ganz nett, aber bald mal langweilig. Dazu noch die schockierenden Bilder aus Mumbai! Daher haben wir unser Reiseprogramm gekippt, uns dem grossen Strom der vielen Gestrandeten angeschlossen und sind kurz mal ueber Nacht in den Sueden Thailands gereist, um neue Inspiration zu tanken. Etwas Klettern an den Limestones von Railey Beach und etwas Tauchen rund um Koh Pi Pi, dazu viel Sonnenschein und weiterhin bester Thai Food. Streikt Ihr da oben nur weiter, Ihr... grmpf.
Etwas weiter noerdlich sind wir nun an der Grenze zu Burma angelangt. Niemand (d.h. div. Botschaften, Reiseagenten, Grenzkontrolle, lokale Hotels, .... ) kann uns sagen, ob und wie wir nach der Einreise - auf welchem Weg auch immer - zur Hauptstadt gelangen... In diesem Land tickt wohl alles noch ganz anders als alles bisher Gesehene. Unsere Geduld steht zwar seit Tagen auf dem Pruefstand, aber wir freuen uns dennoch auf ein weiteres Abenteuer. Updates folgen - sofern ueberhaupt Internetzugang vorhanden sein wird!
Frohe Adventszeit :-)
Katharina & Thomas
Etwas weiter noerdlich sind wir nun an der Grenze zu Burma angelangt. Niemand (d.h. div. Botschaften, Reiseagenten, Grenzkontrolle, lokale Hotels, .... ) kann uns sagen, ob und wie wir nach der Einreise - auf welchem Weg auch immer - zur Hauptstadt gelangen... In diesem Land tickt wohl alles noch ganz anders als alles bisher Gesehene. Unsere Geduld steht zwar seit Tagen auf dem Pruefstand, aber wir freuen uns dennoch auf ein weiteres Abenteuer. Updates folgen - sofern ueberhaupt Internetzugang vorhanden sein wird!
Frohe Adventszeit :-)
Katharina & Thomas
Nov 23, 2008
Kambodscha: Unendlich viele Tempel und eine malerische Bootsfahrt
Phnom Penh
Unsere ersten Kilometer im Privattaxi und zusammen mit einen Moench durch Kambodia waren der reinste Segen: Atemberaubende Natur in seinem schoensten Licht. Spaetabends sind wir in der Hauptstadt angekommen, Staub, Laerm, Motos, Tucktucks ueberall - dazu auch noch riesige Menschenmassen wegen des Water Festivals. Unsere einsame Beach beim Treehouse Resort ist bereits in weite Ferne gerueckt.
Kambodia ist ein Land mit einer traurigen Geschichte. Unglaublich, dass in den Siebziger Jahren ein Drittel der ganzen Bevoelkerung wahrend der Khmer Rouge-Regime gestorben ist. Wir besuchen im Stadtzentrum das ehemalige Folter-Gefaengnis "S-21". Die Ereignisse von damals sind schockierend, kaum vorstellbar. Die alten Verhoersraume, Folterzellen und Hunderte von Fotoportraits der Gefangenen sprechen fuer sich. Die Narben des Regimes sind in der ganzen Stadt zu sehen. Praechtige Kolonialhausser verlottern, in den Tempelwaenden stecken noch Kugelgeschosse und vielerots wird vor Landminen gewarnt. Die Spuren dieser Zeit steht der aelteren Generationen noch ins Gesicht geschrieben, hier ist das Leben haert und die Armut offensichtlich. Dank der Oeffnung und dem aufkommenden Tourismus herrscht nun aber neuer Optimismus.
Viele machen in Phnom Penh nur einen kurzen Stop. Da wir uns zu Katharinas grosser Freude entschlossen haben nach Indien zu reisen, besorgten wir uns hier auch gleich die Visas und blieben einige Tage laenger. Der FCC, ein wunderschoenes Restaurant fuer die damaligen Auslandskorrespondenten, die Baguettes (vive la France!) und weitere kleine Oasen versuessten uns die Wartezeit bestens.
Siem Reap und die Tempel von Angkor
Katharinas erster grosser Kulturstop auf unserer Reise ist den Tempeln von Angkor gewidmet: 3 Tage Erkundungstouren in den weitlaeufigen Tempelanlagen in der Region von Siem Reap, meistens per Fahrrad und zeitweilig auch mit Fuehrer. Gar nicht so einfach, ueberhaupt einen lizenzierten Guide zu finden... Unser erster Fuehrer blieb schon in der ersten Eingangskontrolle stecken! Nebst dem imposanten, praechtig herausgeputzten Angkor Wat-Tempel lassen sich durchwegs auch kleine Bijous finden, die (noch) ueber steile Treppen erklommen werden duerfen. Weiter gehts zum Bayon-Tempel, um von uber 100 Steingesichtern angestarrt zu werden - ein spezielles Gefuehl... Nach einer ordentlichen Velo-Etappe erreichten wir am letzten Tag den Dschungel-Tempel (prominent dank dem Film "Tomb Raider" mit Angelina Jolie), ein wahres Erlebnis und Abenteuer. Viele Waende sind von riesiegen Baeumen ueberwachsen, ganze Teile eingestuerzt und mit Moos ueberwuchert. So muss es vielerorts ausgesehen haben, als die Franzosen die Tempel Anfangs 20. Jahrhundert entdeckten! Mit immensen Aufwendungen arbeiten heute noch vielerots internationale Archaeologen-Teams am Wiederaufbau. Drei Tage sind gut genug... Wir sind satt und zufrieden - genug getempelt und gestrampelt.
Mit dem Boot ueber den See
Per Boot ueber den Tonle Sap heisst Reisen in seiner langsamen Form... Viel frische Luft, wunderbare Aussichten, ein toller Tag! Endlich koennen wir uns von der malerischen Landschaft Kambodschas satt sehen. Die kleinen fliessenden Doerfer, die spielenden und zuwinkenden Kinder, all das Urspruengliche. Wegen 2 zerbrochenen Schiffsschrauben dauerte dieser Naturfilm gut und gerne 9 Stunden...
Battambang
Ziemlich muede von der langen Fahrt ist der erste Eindruck dieser Stadt enttaeuschend. Lonley Plantet hilft mal wieder aus Patsche und lotst uns zu einer kleinen Bar zu Bier und magischen Sonnenuntergang. Die Welt scheint sofort wieder rosarot.... Inspiriert vom feinen Abendessen entscheiden wir uns spontan zu einem Khmer-Kochkurs am naechsten Tag. 8 Hobbykoeche kreuzen am Morgen ueber den Markt, (sogar ich, Katharina, ertrage zum ersten Mal die strengen Gerueche und Bilder...) Alle unsere Zutaten werden sorgfaeltig ausgewaehlt und fuer uns vorbereitet: Kokos frisch geraspelt, Fisch frisch gekoepft und entschuppt, Rind- und Pouletfleisch (ungekuehlt, auf leeren Reissaecken angepriesen) zugeschnitten. Zurueck im Restaurant wird gemeinsam an einem grossen Tisch geschnetzelt, mit dem Moerser gestapft und an zahlreichen Gaskochherden geschwitzt. Unsere Menues:
1. Fisch Amok - die kambodschanische, eher schwere, Variante von Thai Curry (dafuer mit eigengemachter Kokosmilch und Currypaste)
2. Lok Lak mit Rind an Limetten-Pfeffersauce (die Sauce begleitet ab sofort jedes BBQ, jummy!)
3. Lemongrass Suppe mit Huhn oder Fisch (damit es richtig fein schmeckt wird das halbe Tier mitgekocht...)
Morgen gehts via Bangkok weiter zur naechsten grosse Etappe nach Indien. Vorfreude und Spannung ist gross - nicht nur des Essens wegen...
Unsere ersten Kilometer im Privattaxi und zusammen mit einen Moench durch Kambodia waren der reinste Segen: Atemberaubende Natur in seinem schoensten Licht. Spaetabends sind wir in der Hauptstadt angekommen, Staub, Laerm, Motos, Tucktucks ueberall - dazu auch noch riesige Menschenmassen wegen des Water Festivals. Unsere einsame Beach beim Treehouse Resort ist bereits in weite Ferne gerueckt.
Kambodia ist ein Land mit einer traurigen Geschichte. Unglaublich, dass in den Siebziger Jahren ein Drittel der ganzen Bevoelkerung wahrend der Khmer Rouge-Regime gestorben ist. Wir besuchen im Stadtzentrum das ehemalige Folter-Gefaengnis "S-21". Die Ereignisse von damals sind schockierend, kaum vorstellbar. Die alten Verhoersraume, Folterzellen und Hunderte von Fotoportraits der Gefangenen sprechen fuer sich. Die Narben des Regimes sind in der ganzen Stadt zu sehen. Praechtige Kolonialhausser verlottern, in den Tempelwaenden stecken noch Kugelgeschosse und vielerots wird vor Landminen gewarnt. Die Spuren dieser Zeit steht der aelteren Generationen noch ins Gesicht geschrieben, hier ist das Leben haert und die Armut offensichtlich. Dank der Oeffnung und dem aufkommenden Tourismus herrscht nun aber neuer Optimismus.
Viele machen in Phnom Penh nur einen kurzen Stop. Da wir uns zu Katharinas grosser Freude entschlossen haben nach Indien zu reisen, besorgten wir uns hier auch gleich die Visas und blieben einige Tage laenger. Der FCC, ein wunderschoenes Restaurant fuer die damaligen Auslandskorrespondenten, die Baguettes (vive la France!) und weitere kleine Oasen versuessten uns die Wartezeit bestens.
Siem Reap und die Tempel von Angkor
Katharinas erster grosser Kulturstop auf unserer Reise ist den Tempeln von Angkor gewidmet: 3 Tage Erkundungstouren in den weitlaeufigen Tempelanlagen in der Region von Siem Reap, meistens per Fahrrad und zeitweilig auch mit Fuehrer. Gar nicht so einfach, ueberhaupt einen lizenzierten Guide zu finden... Unser erster Fuehrer blieb schon in der ersten Eingangskontrolle stecken! Nebst dem imposanten, praechtig herausgeputzten Angkor Wat-Tempel lassen sich durchwegs auch kleine Bijous finden, die (noch) ueber steile Treppen erklommen werden duerfen. Weiter gehts zum Bayon-Tempel, um von uber 100 Steingesichtern angestarrt zu werden - ein spezielles Gefuehl... Nach einer ordentlichen Velo-Etappe erreichten wir am letzten Tag den Dschungel-Tempel (prominent dank dem Film "Tomb Raider" mit Angelina Jolie), ein wahres Erlebnis und Abenteuer. Viele Waende sind von riesiegen Baeumen ueberwachsen, ganze Teile eingestuerzt und mit Moos ueberwuchert. So muss es vielerorts ausgesehen haben, als die Franzosen die Tempel Anfangs 20. Jahrhundert entdeckten! Mit immensen Aufwendungen arbeiten heute noch vielerots internationale Archaeologen-Teams am Wiederaufbau. Drei Tage sind gut genug... Wir sind satt und zufrieden - genug getempelt und gestrampelt.
Mit dem Boot ueber den See
Per Boot ueber den Tonle Sap heisst Reisen in seiner langsamen Form... Viel frische Luft, wunderbare Aussichten, ein toller Tag! Endlich koennen wir uns von der malerischen Landschaft Kambodschas satt sehen. Die kleinen fliessenden Doerfer, die spielenden und zuwinkenden Kinder, all das Urspruengliche. Wegen 2 zerbrochenen Schiffsschrauben dauerte dieser Naturfilm gut und gerne 9 Stunden...
Battambang
Ziemlich muede von der langen Fahrt ist der erste Eindruck dieser Stadt enttaeuschend. Lonley Plantet hilft mal wieder aus Patsche und lotst uns zu einer kleinen Bar zu Bier und magischen Sonnenuntergang. Die Welt scheint sofort wieder rosarot.... Inspiriert vom feinen Abendessen entscheiden wir uns spontan zu einem Khmer-Kochkurs am naechsten Tag. 8 Hobbykoeche kreuzen am Morgen ueber den Markt, (sogar ich, Katharina, ertrage zum ersten Mal die strengen Gerueche und Bilder...) Alle unsere Zutaten werden sorgfaeltig ausgewaehlt und fuer uns vorbereitet: Kokos frisch geraspelt, Fisch frisch gekoepft und entschuppt, Rind- und Pouletfleisch (ungekuehlt, auf leeren Reissaecken angepriesen) zugeschnitten. Zurueck im Restaurant wird gemeinsam an einem grossen Tisch geschnetzelt, mit dem Moerser gestapft und an zahlreichen Gaskochherden geschwitzt. Unsere Menues:
1. Fisch Amok - die kambodschanische, eher schwere, Variante von Thai Curry (dafuer mit eigengemachter Kokosmilch und Currypaste)
2. Lok Lak mit Rind an Limetten-Pfeffersauce (die Sauce begleitet ab sofort jedes BBQ, jummy!)
3. Lemongrass Suppe mit Huhn oder Fisch (damit es richtig fein schmeckt wird das halbe Tier mitgekocht...)
Morgen gehts via Bangkok weiter zur naechsten grosse Etappe nach Indien. Vorfreude und Spannung ist gross - nicht nur des Essens wegen...
Liebe Gruesse an Euch alle!
| Cambodia |
Nov 21, 2008
Das Baumhaus am Meer...
Grossstaedte koennen auf die Dauer ganz schoen anstrengend sein - besonders Bangkok.... Es liegt daher nahe, dass wir uns uns nach Katharinas Ankunft in Asien schon bald mal zur "Akklimatisation" auf der Insel Koh Chang eine ganze Woche mit Nichtstun verwoehnten: Suche Dir eine ruhige Bucht aus, erwische gleich auch noch das beste Bungalow mit Privatstrand und lass einfach mal die Seele fuer eine Weile in der Haengematte baumeln... Eigentlich gibts dazu nicht viel mehr zu sagen = siehe Bilder, falls Du sie ueberhaupt verkraften kannst :-)
Sonnige Gruesse an alle Daheimgebliebenen!!
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| Koh Chang |
Nov 2, 2008
Mit weissem Wascher gewaschen: Paddle Nepal!
Es vergingen nur wenige Tage in der Zivilisation, bis uns die Berge und die Natur ganz schoen ordentlich fehlten... Die Idee bestand schon seit laengerem: Mit dem Rafting Boot ueber den Khali Gandaki-Fluss zu fahren und das weisse Wasser zu durchpfluegen. Es ist jener Fluss, der uns nach der Passueberschreitung eine Woche lang begleitete - zuerst ganz sanft in der breiten Talebene, bald tosend und wild sprudelnd in den engen Schluchten (die Strasse dort hab ich bereits schon mal erwaehnt....) weiter unten.
Wir liessen uns nicht lumpen und heuerten bei absoluten Profis an: Alle Mitarbeiter von Paddle Nepal sind passionierte Wasserratten und haben schon etliche Meisterschaften im Rafting und Kayaking gewonnen... Nebst dem Wassersport sind die Jungs auch passionierte Koeche, so dass wir nach auch kulinarisch voll und ganz verwoehnt wurden. Waehrend 3 Tagen paddelten wir durch atemberaubende Taeler und Schluchten - dank der Wasserader ist alles gruen, gruen, tiefgruen - ja schon richtig tropisch! Unser Guide kennt jeden einzelnen Stein und jede Stroemung in diesem Fluss. Spiel, Spass und Spannung sind also garantiert: Grosse Felsbrocken mitten im Fluss werden nicht um- sondern direkt angefahren. Resultat: Ein grosser Ruck bis das halbe Boot steil in den Himmel ragend auf dem Stein aufliegt... Die Stroemung leistet sogleich ihren Beitrag dazu, reisst das Boot rasch seitwaerts weg, weiter geht die Fahrt rueckwaerts. Mit den Stromschnellen gehts aehnlich - ab durch die Mitte mit Berg- und Talfahrt in den weissen, tosenden Wellen!
Genaechtigt haben wir an einsamen Sandstraenden unter einfachen Planen, gut gesaettigt von feinstem Essen, Lagerfeuer und natuerlich vielen abenteurlichen Geschichten aus dem Leben unserer Guides (unser Lieblingsspruch: Manchmal ist das Leben einfach so sch....!).
Die Tage draussen in der Natur waren einmal mehr Balsam fuer unsere Seelen und beste Gelegenheit, miteinander nochmals eine tolle Zeit zu geniessen. Mittlerweile sind Fabienne, Simon und Stefan bereits in der Everest-Region wieder am Trekken waehrend ich schon nach Bangkok weitergereist bin. Katharina ist hier gestern auch gut angekommen = Balsam fuer unser Herz :-) Wir werden nur kurz hier bleiben, die naechsten Etappen planen um schon bald neue (Natur)Pfade erkunden koennen...
Wir liessen uns nicht lumpen und heuerten bei absoluten Profis an: Alle Mitarbeiter von Paddle Nepal sind passionierte Wasserratten und haben schon etliche Meisterschaften im Rafting und Kayaking gewonnen... Nebst dem Wassersport sind die Jungs auch passionierte Koeche, so dass wir nach auch kulinarisch voll und ganz verwoehnt wurden. Waehrend 3 Tagen paddelten wir durch atemberaubende Taeler und Schluchten - dank der Wasserader ist alles gruen, gruen, tiefgruen - ja schon richtig tropisch! Unser Guide kennt jeden einzelnen Stein und jede Stroemung in diesem Fluss. Spiel, Spass und Spannung sind also garantiert: Grosse Felsbrocken mitten im Fluss werden nicht um- sondern direkt angefahren. Resultat: Ein grosser Ruck bis das halbe Boot steil in den Himmel ragend auf dem Stein aufliegt... Die Stroemung leistet sogleich ihren Beitrag dazu, reisst das Boot rasch seitwaerts weg, weiter geht die Fahrt rueckwaerts. Mit den Stromschnellen gehts aehnlich - ab durch die Mitte mit Berg- und Talfahrt in den weissen, tosenden Wellen!
Genaechtigt haben wir an einsamen Sandstraenden unter einfachen Planen, gut gesaettigt von feinstem Essen, Lagerfeuer und natuerlich vielen abenteurlichen Geschichten aus dem Leben unserer Guides (unser Lieblingsspruch: Manchmal ist das Leben einfach so sch....!).
Die Tage draussen in der Natur waren einmal mehr Balsam fuer unsere Seelen und beste Gelegenheit, miteinander nochmals eine tolle Zeit zu geniessen. Mittlerweile sind Fabienne, Simon und Stefan bereits in der Everest-Region wieder am Trekken waehrend ich schon nach Bangkok weitergereist bin. Katharina ist hier gestern auch gut angekommen = Balsam fuer unser Herz :-) Wir werden nur kurz hier bleiben, die naechsten Etappen planen um schon bald neue (Natur)Pfade erkunden koennen...
Oct 22, 2008
In 24 Tagen mitten ins Herz der Annapurna
Mit Trekkingpartnerin Fabienne rund um das Annapurna-Massiv, ueber den Thorong La-Pass (5416m) und anschliessend zum Annapurna Base Camp (4100m)
Staub, Gehupe und Menschenmassen der Grossstadt sind bald vergessen, wenn der Bus nach wenigen Kilometern den Talkessel von Kathmandu ueberwunden hat und uns den Blick erstmals auf die Himalayakette ermoeglicht. Die maechtigen weissen Berggipfel weit weg am Horizont zaubern uns ein breites, schelmisches Grinsen aufs Gesicht - ein Gluecksgefuehl stellt sich ein, welches uns die naechsten Tage und Wochen nicht so rasch wieder verlassen soll...
Diese Busfahrt zum Ausgangspunkt fuer den dreiwoechigen Trek ist natuerlich viel laenger und anstrengender als am Vorabend noch vom Ticketverkaeufer versprochen. Wir ueberdauern geduldig diese 11 Stunden Fahrt, eingepfercht in engsten Sitzreihen, umgeben von vielen Nepalis, welche in diesen Tagen fuer Festlichkeiten lange Reisen zu ihren Verwandten unternehmen. Etliche Stopps, ein staendiges Ein- und Aussteigen, der Bus bis auf den letzten Quadratzentimeter bevoelkert und beladen, eine mehrstuendige Strassenblokade...., und irgendwann erreichen wir dann doch kurz vor dem Eindunkeln noch unseren Startpunkt Besisahar.
Die ersten Wanderkilometer am kommenden Morgen lassen bereits erahnen, auf welch vielfaeltige Weise uns die Natur in den bevorstehenden Wochen verzaubern wird: Sattes Gruen in all seinen Variationen wohin das Auge nur reicht, Berge, Baeche, alles im Ueberfluss - endlich Natur pur! Aber auch der Rucksack schafft mit seinen 18kg fuer ordentlich viel Aufmerksamkeit. Hmmmm.... haette da nicht doch das eine oder andere Utensil in Kathmandu bleiben duerfen...?! Da muessen wir nun einfach durch! Die ersten vier Tage wandern wir entlang dem Marsyangdi-Fluss. Mit jedem Schritt gewinnen wir gut an Hoehenmetern und gewoehnen uns rasch an die langen Wandertage mit grossem Rucksack. Das Tal wird enger, der Fluss tobt nun ohrenbetaeubend nah. Die Lodges sind zu unserem grossen Erstaunen sehr komfortabel, bieten immer einfach(st)e Zweierzimmer und ueberbieten sich gerne selber in Sachen Essen: Schon mal eine Fruehlingsrolle, eine Pizza, Tomato Maccaroni oder sogar ein Croissant im Himalaya erwartet? Aber man bedenke - jeder einzelne Happen wird in muehsamster, tagelanger Arbeit von Traegern oder Maultieren fuer des Touristen Wohlbefinden hochtransportiert!
Auf rund 3000m gelangen wir in die Hochebene von Manang. Das Tal wird breiter, Tannenwaelder sauemen bis auf 4000m (!) die Haenge, die Vegetation bleibt weiterhin ueppig. Die alles erinnert stark ans Engadin - bloss eben in leicht hoeherer Lage....
Diese Busfahrt zum Ausgangspunkt fuer den dreiwoechigen Trek ist natuerlich viel laenger und anstrengender als am Vorabend noch vom Ticketverkaeufer versprochen. Wir ueberdauern geduldig diese 11 Stunden Fahrt, eingepfercht in engsten Sitzreihen, umgeben von vielen Nepalis, welche in diesen Tagen fuer Festlichkeiten lange Reisen zu ihren Verwandten unternehmen. Etliche Stopps, ein staendiges Ein- und Aussteigen, der Bus bis auf den letzten Quadratzentimeter bevoelkert und beladen, eine mehrstuendige Strassenblokade...., und irgendwann erreichen wir dann doch kurz vor dem Eindunkeln noch unseren Startpunkt Besisahar.
Die ersten Wanderkilometer am kommenden Morgen lassen bereits erahnen, auf welch vielfaeltige Weise uns die Natur in den bevorstehenden Wochen verzaubern wird: Sattes Gruen in all seinen Variationen wohin das Auge nur reicht, Berge, Baeche, alles im Ueberfluss - endlich Natur pur! Aber auch der Rucksack schafft mit seinen 18kg fuer ordentlich viel Aufmerksamkeit. Hmmmm.... haette da nicht doch das eine oder andere Utensil in Kathmandu bleiben duerfen...?! Da muessen wir nun einfach durch! Die ersten vier Tage wandern wir entlang dem Marsyangdi-Fluss. Mit jedem Schritt gewinnen wir gut an Hoehenmetern und gewoehnen uns rasch an die langen Wandertage mit grossem Rucksack. Das Tal wird enger, der Fluss tobt nun ohrenbetaeubend nah. Die Lodges sind zu unserem grossen Erstaunen sehr komfortabel, bieten immer einfach(st)e Zweierzimmer und ueberbieten sich gerne selber in Sachen Essen: Schon mal eine Fruehlingsrolle, eine Pizza, Tomato Maccaroni oder sogar ein Croissant im Himalaya erwartet? Aber man bedenke - jeder einzelne Happen wird in muehsamster, tagelanger Arbeit von Traegern oder Maultieren fuer des Touristen Wohlbefinden hochtransportiert!
Auf rund 3000m gelangen wir in die Hochebene von Manang. Das Tal wird breiter, Tannenwaelder sauemen bis auf 4000m (!) die Haenge, die Vegetation bleibt weiterhin ueppig. Die alles erinnert stark ans Engadin - bloss eben in leicht hoeherer Lage....

Das Wetter bleibt wie versprochen stabil und verwoehnt uns tagtaeglich mit blauem Himmel, sommerlichen Temperaturen und einem praechtigem Ausblick auf die grossen Berge: Zuerst Annapurna II, bald zeigt sich auch Annapurna III und somit auch Gangapurna. Zwecks Akklimatisation schalten wir einen Gang zurueck, rasten in Manang fuer einen Tag und besuchen "Lama Tashi" der uns fuer die Passueberschreitung segnet (naturlich nur gegen Entgelt...). Ab diesem Ort erfaehrt der Trek eine unerwartete Wendung: Geruechte ueber Platzmangel in den wenigen Lodges vor dem Pass kursieren, Traeger eilen bereits vor Sonnenaufgang voraus und die wenigen noch individuell Wandernden eilen verzweifelt nach. Es sollen noch weitere 3 Tage bis zum Pass folgen - ein Bett, wenn auch nur a...kalt, finden wir schlussendlich immer. Aus Ruecksicht auf die Hoehenkrankheit beschraenken sich die Aufstiege nun auf 500Hm pro Tag - eine Vorsichtsmassnahme, welche uns schlussendlich zugute kommt und uns genussvolles Wandern ueber 4000m ohne jegliche Probleme ermoeglicht. Am 8. Oktober, dem 10. Wandertag, steigen wir im Licht unserer Stirnlampen und bei ca. -15 Grad von unserem "Base Camp" die letzten 1000Hm hoch. Das Atmen wird spuerbar flacher, die Kaelte kurz vor Sonnenaufgang gnadenlos, der angefrorene Schnee (jeeehaaaa!) unter den leicht gummigen Beinen rutschig wie Seife. Kurz nach 8 Uhr erreichen wir bereits den Pass und ich bin uebergluecklich: Bis zu diesem ersten Hoehepunkt war der Trek der reinste Hochgenuss, keine Spur von Plagerei, Schmerz oder mentaler Erschoepfung! Unsere Seilschaft, welche ab diesem Tag um die liebe Simone und den lieben Stefan (Gourmet-Gloebetrotters aus Biel) erweitert wurde, frohlockt und begiesst den Erfolg mit Schwegi's erstklassigem Grappa....

Wir steigen ab und treten ein in eine komplett andere Welt: Schon auf 4000m ist es heiss, uns umgibt nun aber eine trockene Landschaft, die sich gerne mit Marokko vergleichen laesst. In Kagbeni erspaehen wir einen Blick ins sagenumwobene Tal von Upper Mustang. Nur wenige Fremdlinge duerfen diese, bis vor wenigen Jahren lebenswichtige, Handelsverbindung zu Tibet jedes Jahr besuchen. In dieser Region sollen die Menschen noch wie im Mittelalter leben, die Kulturen stark gepraegt von den tibetischen Einfluessen sein. Alle vier sind sich einig: Wenn nochmals Nepal, dann auf jeden Fall nach Mustang!
Wir wandern weiter, schlucken im Mittagswind viel Staub, und langsam macht sich bei jedem die Ermuedung breit. Es dauert nur noch einen weiteren Tag bis wir der Versuchung nicht mehr widerstehen koennen und auf einen kleinen Local Bus aufspringen, um die letzten Kilometer des Tages zu ueberwinden. Hin und her schaukelt der Bus in den tiefen Furchen der vom Monsun aufgeweichten und teilweise zerstoerten Jeep-Piste. Der Weg fuehrt immer wieder gefaehrlichen Schluchten entlang, nicht eine Radbreite bleibt zwischen Bus und 40m Abgrund... Eines ist uns nach diesem Ausritt sicher: Wandern ist fuer den Herz-Kreislauf die schonendere Variante! Damit liegt der Entscheid auch nahe, das grosse Wanderlebnis noch um einen weiteren Hoehepunkt anzureichern und einen sechstaegigen Abstecher ins Annapurna Base Camp (A.B.C.) in Angriff zu nehmen. Die folgenden Tage fuehren uns wieder durch die bereits vertraute ueppig gruene Vegetation, wunderbar kleine und beinahe unberuehrte Bergdoerfer, in einem stetigen auf und ab mit tausenden von Steintreppen. Der Anblick dieser uebergrossen Bergmassive, die uns nun schon seit Wochen begleiten, ist mir mittlerweile zwar etwas vertrauter. Aber daran gewoehnt habe ich mich zum Glueck immer noch nicht! Oft schweift mein Blick beim Wandern an den Horizont oder weckt mich nachts und schenkt mir den Anblick eines 7000ers im Mondscheinlicht... Nach 20 Tagen Trekking erreichen wir das A.B.C. - nun befinden wir uns mitten im Herzen des Annapurna-Bergmassivs. Ringsum umgeben uns nun nur 6, 7 oder 8000er-Gipfel!!
Wir wandern weiter, schlucken im Mittagswind viel Staub, und langsam macht sich bei jedem die Ermuedung breit. Es dauert nur noch einen weiteren Tag bis wir der Versuchung nicht mehr widerstehen koennen und auf einen kleinen Local Bus aufspringen, um die letzten Kilometer des Tages zu ueberwinden. Hin und her schaukelt der Bus in den tiefen Furchen der vom Monsun aufgeweichten und teilweise zerstoerten Jeep-Piste. Der Weg fuehrt immer wieder gefaehrlichen Schluchten entlang, nicht eine Radbreite bleibt zwischen Bus und 40m Abgrund... Eines ist uns nach diesem Ausritt sicher: Wandern ist fuer den Herz-Kreislauf die schonendere Variante! Damit liegt der Entscheid auch nahe, das grosse Wanderlebnis noch um einen weiteren Hoehepunkt anzureichern und einen sechstaegigen Abstecher ins Annapurna Base Camp (A.B.C.) in Angriff zu nehmen. Die folgenden Tage fuehren uns wieder durch die bereits vertraute ueppig gruene Vegetation, wunderbar kleine und beinahe unberuehrte Bergdoerfer, in einem stetigen auf und ab mit tausenden von Steintreppen. Der Anblick dieser uebergrossen Bergmassive, die uns nun schon seit Wochen begleiten, ist mir mittlerweile zwar etwas vertrauter. Aber daran gewoehnt habe ich mich zum Glueck immer noch nicht! Oft schweift mein Blick beim Wandern an den Horizont oder weckt mich nachts und schenkt mir den Anblick eines 7000ers im Mondscheinlicht... Nach 20 Tagen Trekking erreichen wir das A.B.C. - nun befinden wir uns mitten im Herzen des Annapurna-Bergmassivs. Ringsum umgeben uns nun nur 6, 7 oder 8000er-Gipfel!!
Der dreitaegige Abstieg ins Unterland bietet ein letztes Mal Gelegenheit, die liebevollen Einwohner und die vielfaeltige Landschaft nochmals in vollen Zuegen zu geniessen und die vielen Steintreppen mit Leichtigkeit zu ueberwinden. Nach ueber 300 km Trekking ist nun wirklich fertig lustig. Und dies ohne einen einzigen Kratzer oder eine Blase an den Zehen. Kurzum der groesste, laengste und erlebnisreichste Genuss - und dies in bester Gesellschaft - merci Fabienne, Simone und Stefan fuer diese unvergesslichen Tage im Himalaya!
Die kleine Stadt Pokhara am See, mit vielem Gruen und natuerlich freiem Blick auf die vertrauten Berggipfel, bietet sich fernab von grosser Hektik vorzueglich an, wieder aufzutanken, die Waesche zu waschen, eine Massage zu geniessen, mit gutem Gewissen ein kuehles Bier zu trinken und sich bereits auf die naechsten Reise-Etappen zu freuen. In wenigen Tagen stoesst in Bangkok Katharina hinzu - unsere Sehnsucht hat endlich ein Ende - und alle noch bevorstehenden Erlebnisse duerfen endlich geteilt werden!
I just feel so so fine :-)![]() |
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