Menschenmassen und leere Weiten, Duefte und Gestaenke, Heiliges und Unheiliges, Wahres und Erfundenes, Farben und Grauzonen, Sitten und Unsitten, Essbares und Unverdauliches: Reisen in seiner intensivster Form!
Andere Reisende haben es schon bereist und wussten viel darueber zu berichten, von diesem Indien. Voller Gegensaetze sei es. Die einen lieben es, andere hassen es - oder tun beides gleichzeitig. Wir landen spaetabends in Delhi. So naiv wie wir sind treten wir trotz guter Vorbereitungen gleich mal voll ins Fettnaepfchen und lassen uns von Taxifahrern und Reiseagenten vera... Bei leckerem Toast und Chai-Tee buchen wir am naechsten Tag guten Mutes eine Tour durch Rajasthan mit Fahrer, Hotel und Ausfluegen. Schon nach wenigen Stunden realisieren wir, dass der Fahrer mit seinen wenigen Englischbrocken wohl eher eine Last als Hilfe ist, Hotelgutscheine fehlen und kurze Etappen mit dem Zug ploetzlich 30 Stunden dauern. Und so haben wir schnell gelernt: Jede auch noch so scheinheilige Information soll kritisch hinterfragt und selber geprueft werden. Und dann gehts auch ganz flott, mit diesen Indern!
Auf unserer Reise suedwaerts geniessen wir die einmalige Morgenstimmung am Taj Mahal und sind in einem Nationalpark vergeblich auf der Suche nach dem Tiger. Thomas' grosser Appetitt auf die indische Strassenkueche wird allzu bald mit einer Magen-Darmverstimmung bestraft und drosselt das Reisetempo mit einem laengeren Aufenthalt am heiligen See von Pushkar. Waehrend er leidend im Bett liegt profitiert aber Katharina von der spirituellen Kraft an diesem Ort mit Weiterbildungen in Reiki und Yoga. Hier verabschieden wir uns auch von unserem Fahrer. Reisen mit dem Auto ist zwar sehr bequem, aber wir vermissen die Freiheit und die Naehe zu Land und Leuten. A propos Freiheitsgefuehl: Der anschliessende Motorrad-Ausflug auf einer alten Royal Enfield weckt genau die Gluecksgefuehle des Reisens in uns wieder, die im Auto fehlten. Easy Rider, babyyyyy!
Wir reisen per Bus weiter nach Udaipur und erreichen nach einer langen Zugfahrt Mumbai, das Tor zu westlichen Welt. Im Zentrum ist es herrlich sauber (wer hat all die Kuehe versteckt??) und alles geht verdaechtig ordentlich zu und her. Bollywood liegt hier gleich um die Ecke und wir haben die Ehre, fuer einen Tag als Statisten in einem grossen Film mitzumachen. Oder besser gesagt mitzuwarten. Denn mehr als ein paar Sekunden Filmmaterial gab dieser lange Tag im Studio zusammen mit ueber 300 Statisten nicht her. Dennoch ein tolles Erlebnis! Und wer haette gedacht, dass ein Schweizer eine gute Fassung als englischer Soldat macht und eine Schwedin gleich mal ein paar Angebote fuer weitere Drehs bekommt...?
Varanasi, die heilige Stadt am Ganges, ist dann aber doch zuviel fuer unser Gemuet: Alle Strassen sind verstopft mit Menschen, Rikshaws, Tutkuks und Autos. Die Luft ist stickig und droht zu explodieren. Irgendwie schaffen wir es dennoch zum Fluss und zur sehnlichst erwuenschten klaren, frischen Luft. Stundenlang, abends und fruehmorgens, sind wir hier unten unterwegs und beobachten mit grossem Staunen die Tausenden von Glauebigen, welche hier tagtaeglich beten und sich reinwaschen. Einige trinken sogar davon und tragen es nach Hause, und unser Ruderbootskapitaen erzaehlt ueberzeugend vom suesslichen Geschmack. Tatsaechlich besteht diese Wundermischung aus 1.5 Millionen Faekalbakterien pro 100 ml (max. 500 Bakterien sind in Badewasser erlaubt...). Prost!
"India is hard work", sagte gestern unser Tischnachbar. Richtig - um Indien zu erleben muss man ganz ordentlich anpacken. Die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt! Fuer die verbleibenden Ferienwochen ziehen wir uns ins Inselparadies auf den Andamanen zurueck. Sonnen, faulenzen, tauchen und einfach mal NICHTS tun :-) Namaste! Katharina & Thomas
Andere Reisende haben es schon bereist und wussten viel darueber zu berichten, von diesem Indien. Voller Gegensaetze sei es. Die einen lieben es, andere hassen es - oder tun beides gleichzeitig. Wir landen spaetabends in Delhi. So naiv wie wir sind treten wir trotz guter Vorbereitungen gleich mal voll ins Fettnaepfchen und lassen uns von Taxifahrern und Reiseagenten vera... Bei leckerem Toast und Chai-Tee buchen wir am naechsten Tag guten Mutes eine Tour durch Rajasthan mit Fahrer, Hotel und Ausfluegen. Schon nach wenigen Stunden realisieren wir, dass der Fahrer mit seinen wenigen Englischbrocken wohl eher eine Last als Hilfe ist, Hotelgutscheine fehlen und kurze Etappen mit dem Zug ploetzlich 30 Stunden dauern. Und so haben wir schnell gelernt: Jede auch noch so scheinheilige Information soll kritisch hinterfragt und selber geprueft werden. Und dann gehts auch ganz flott, mit diesen Indern!
Auf unserer Reise suedwaerts geniessen wir die einmalige Morgenstimmung am Taj Mahal und sind in einem Nationalpark vergeblich auf der Suche nach dem Tiger. Thomas' grosser Appetitt auf die indische Strassenkueche wird allzu bald mit einer Magen-Darmverstimmung bestraft und drosselt das Reisetempo mit einem laengeren Aufenthalt am heiligen See von Pushkar. Waehrend er leidend im Bett liegt profitiert aber Katharina von der spirituellen Kraft an diesem Ort mit Weiterbildungen in Reiki und Yoga. Hier verabschieden wir uns auch von unserem Fahrer. Reisen mit dem Auto ist zwar sehr bequem, aber wir vermissen die Freiheit und die Naehe zu Land und Leuten. A propos Freiheitsgefuehl: Der anschliessende Motorrad-Ausflug auf einer alten Royal Enfield weckt genau die Gluecksgefuehle des Reisens in uns wieder, die im Auto fehlten. Easy Rider, babyyyyy!
Wir reisen per Bus weiter nach Udaipur und erreichen nach einer langen Zugfahrt Mumbai, das Tor zu westlichen Welt. Im Zentrum ist es herrlich sauber (wer hat all die Kuehe versteckt??) und alles geht verdaechtig ordentlich zu und her. Bollywood liegt hier gleich um die Ecke und wir haben die Ehre, fuer einen Tag als Statisten in einem grossen Film mitzumachen. Oder besser gesagt mitzuwarten. Denn mehr als ein paar Sekunden Filmmaterial gab dieser lange Tag im Studio zusammen mit ueber 300 Statisten nicht her. Dennoch ein tolles Erlebnis! Und wer haette gedacht, dass ein Schweizer eine gute Fassung als englischer Soldat macht und eine Schwedin gleich mal ein paar Angebote fuer weitere Drehs bekommt...?
Varanasi, die heilige Stadt am Ganges, ist dann aber doch zuviel fuer unser Gemuet: Alle Strassen sind verstopft mit Menschen, Rikshaws, Tutkuks und Autos. Die Luft ist stickig und droht zu explodieren. Irgendwie schaffen wir es dennoch zum Fluss und zur sehnlichst erwuenschten klaren, frischen Luft. Stundenlang, abends und fruehmorgens, sind wir hier unten unterwegs und beobachten mit grossem Staunen die Tausenden von Glauebigen, welche hier tagtaeglich beten und sich reinwaschen. Einige trinken sogar davon und tragen es nach Hause, und unser Ruderbootskapitaen erzaehlt ueberzeugend vom suesslichen Geschmack. Tatsaechlich besteht diese Wundermischung aus 1.5 Millionen Faekalbakterien pro 100 ml (max. 500 Bakterien sind in Badewasser erlaubt...). Prost!
"India is hard work", sagte gestern unser Tischnachbar. Richtig - um Indien zu erleben muss man ganz ordentlich anpacken. Die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt! Fuer die verbleibenden Ferienwochen ziehen wir uns ins Inselparadies auf den Andamanen zurueck. Sonnen, faulenzen, tauchen und einfach mal NICHTS tun :-) Namaste! Katharina & Thomas
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Ååååh, vilka bilder!! Underbara!!
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